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Triestiner Mosaik

Gedichte
mit Zeichnungen von Linda Wolfsgruber

Triest fasziniert, gerade weil die Stadt zwischen Karst und Meer sich nicht eindeutig festlegen lässt. Verschiedene Kulturen und Baustile, eine wechselvolle Geschichte, Dichternamen wie Joyce, Svevo und Saba sind prägend für die traditionsreiche Hafen- und Grenzstadt. 

Georg Bydlinskis Gedichte und Linda Wolfsgrubers Zeichnungen spüren den vielen Facetten Triests feinfühlig nach, halten die Gleichzeitigkeit des Verschiedenen künstlerisch fest, bilden ein Mosaik aus Worten und Bildern, das jeder Betrachter, jede Leserin selbst zusammenbauen kann. 

Der Band besteht aus drei Teilen:

  1. „Im Unterwegssein daheim“. Ein Triestiner Mosaik
    lyrische Erkundungen der Stadt
  2. „Daheim unterwegs“. Triestiner Fantasien
    Gedankenreisen nach Triest von zu Hause aus
  3. „Stadt unter der Haut“. Triestiner Haikus
    30 Dreizeiler über Triest und Umgebung

Ein Buch für Lyrik- und Kunstinteressierte, für Triest-Erfahrene und solche, die die Stadt und ihr Umland erst entdecken wollen.

Rezensionen

Helmuth Schönauer, BIP

Das Eingangsgedicht empfängt uns wie eine mehrsprachige Ortstafel, indem die Stadt in allen Variationen angesprochen wird: Triest! Trieste! Trst! Bezeichnenderweise klingen die Laute nach Karst, der die Stadt umgibt, und dem Marmor, der sie zusammenhält. Das Zutun des Autors gleicht in diesem Fall der Leuchtkraft des Tages, wenn er am Morgen einsetzt und verkündet: Licht ist Form. Die Stadt ist heimgesucht von Menschen, die sie seit Jahrhunderten mit Strähnen voller Sehnsucht durchstreifen. Der freundliche Teil gleicht einem Buffet, worin die Früchte des Meeres und des Handels ausgelegt sind als sachte Brise vom Meer, der martialische Teil zeigt die Anlagen für einen maritimen Kampfauftrag, der sich im permanenten Anlanden von Kreuzfahrtschiffen aufbaut.

Die gesamte Rezension von Helmuth Schönauer als pdf ansehen.

 

Alexander Peer www.peerfact.at, poesiegalerie

Das erste von vier Kapiteln hat der in Mödling lebende Autor „Im Unterwegssein daheim“ benannt. Eine Formel, die den Nomaden bezeichnet. Hier versammeln sich die titelgebenden Triestiner Mosaike. Wie bei einem Mosaik entsteht allmählich ein Gesamtbild, während das einzelne Gedicht ganz nah an eine Facette der Stadt heranzoomt. Jedes Gedicht fokussiert auf ein bestimmtes Detail. Das Ensemble sucht auf diese Weise den zwischen Karst und Meer eingepferchten Ort zu vermessen. Wobei der Autor diesem leicht zu imaginierenden Anspruch mit dem letzten Gedicht widerspricht. Dazu nutzt er ein überzeugend paradoxes Homonym, um das Dilemma im „Triestiner Epigramm“ auf den Punkt zu bringen: „Es ist vermessen / Triest zu vermessen.“

Die gesamte Rezension von Alexander Peer auf poesiegalerie.at lesen

Leseprobe

Ankunft

Triest! 
 Trieste!
  Trst!

Dreisprachiger Willkommensgruß
an die Stadt zwischen Karst
Himmel und Meer

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